Fahrrad

Gerade in der Innenstadt gewinnt das Fahrrad als schnelles, preiswertes und ökologisches Fortbewegungsmittel immer mehr an Bedeutung. Leider nehmen dabei auch die Unfälle mit und zwischen Radfahrern zu. Auch in Sachen Bußgelder, Alkohol und Drogen kann man als Radfahrer mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

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Inhalt

Das Wichtigste zuerst: Als Radfahrer sind Sie im Vergleich zu Autos die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie umsichtig und am besten mit gut sichtbarer Schutzkleidung! Achten Sie auf eine ausreichende Versicherung. Eine gute Privathaftpflicht ist unerlässlich!

Tipp: Wenn Sie Geschädigter sind, muss der Gegner bzw. dessen Versicherung auch Ihre Anwaltskosten zahlen. Gehen Sie daher am besten unverzüglich zum Anwalt.

Unfall

Hier gilt: Unfallstelle sichern, Verletzten helfen!

Tauschen Sie mit dem Unfallgegner unbedingt die persönlichen Daten aus, also Name, Anschrift, Telefonnummer, Kennzeichen und Versicherung. In Zweifelsfällen oder bei unklarer Situation rufen Sie die Polizei!

Machen Sie Fotos der Unfallstelle, notieren Sie Name und Kontaktdaten von anwesenden Personen, damit diese als Zeugen benannt werden können.

Als Fachanwälte für Verkehrsrecht machen wir Ihre Ansprüche geltend und sorgen dafür, dass Sie bekommen, was Ihnen zusteht.

Personenschaden

Kommt es beim Fahrradfahren zum Unfall, sind oft schwere Verletzungen die Folge. Tragen Sie daher unbedingt gut sichtbare Schutzkleidung!

Generell gilt: Wer zu Schaden kommt, hat gegen den Schädigen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das gilt auch bei kleineren Stürzen. Nach unserer Erfahrung nehmen viele Radfahrer ihre Rechte nur unzureichend wahr. Daher unser Rat: Gehen Sie nach einem Fahrradunfall unbedingt sofort zum Arzt und lassen Sie von diesem die unfallbedingten Verletzungen dokumentieren. Nur so können Schäden erfolgreich nachgewiesen werden.

Egal ob kleine Schramme oder schwere Verletzung: Wenn Sie bei einem Fahrradunfall verletzt wurden, dann kümmern wir uns darum, dass Sie ordentlich entschädigt werden!

Die Versicherung zahlt erfahrungsgemäß nicht immer alles, was Ihnen zusteht. Bei langandauernder Arbeitsunfähigkeit haben Sie als Arbeitnehmer beispielsweise Anspruch auf die Differenz zwischen Krankengeld und Nettolohn. Wenn Sie wegen der Unfallfolgen Ihren Haushalt nicht oder nur eingeschränkt führen können, steht Ihnen hierfür ebenfalls Schadensersatz zu. Auch bei kleinen Blessuren können oft einige hundert Euro Schmerzensgeld fällig werden.

Falls Sie selbst einen Schaden verursachen und nicht ausreichend versichert sind, ist guter Rat das A und O. In diesem Fall müssen Sie selbst prüfen, ob die Forderungen des Gegners berechtigt sind. Hierbei ist Vorsicht geboten. Mit unserer fachlichen Unterstützung helfen wir Ihnen bei der Abwehr unberechtigter Forderungen.

Kontaktieren Sie uns, wir beraten und vertreten Sie gerne!

Sachschaden

Wie beim Personenschaden gilt auch hier: Als Geschädigter haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Wenn das Rad Kratzer bekommt oder gänzlich zerstört wird oder die Kleidung beschädigt wird, muss der Verursacher Ihren Schaden ersetzen.

Als Geschädigter tragen Sie allerdings die Beweislast, wenn Sie Schadensersatz haben wollen. Machen Sie daher unbedingt Fotos, die zeigen, dass der Schaden durch den Unfall entstanden ist.

Wenn Sie Reparaturen durchführen lassen oder eine neues Rad anschaffen müssen, dann bewahren Sie unbedingt alle Belege auf. Nur so lässt sich der Schaden auch in finanzieller Hinsicht beziffern.

Versicherung

Im Gegensatz zu einem Auto haben Sie als Radfahrer keine verpflichtende Haftpflichtversicherung. Im Zivilrecht gilt der Grundsatz: „Geld hat man zu haben“. Wenn Sie versehentlich einen Unfall verursachen, müssen Sie voll für den Schaden einstehen.

Kommt es zu einem Sach- oder Personenschaden kann dieser schnell mehrere tausend Euro betragen. Schwere Personenschäden können in die Millionen gehen. Eine vernünftige Privathaftpflichtversicherung schafft Abhilfe und kostet nur ein paar Euro im Monat!

Bußgeld

Wer rote Ampeln überfährt, den Radweg nicht korrekt benutzt oder mit dem Handy telefoniert, riskiert ein Bußgeld.

Anders als beim Autofahren ist es beim Radfahren nicht der „Blitzer“, sondern ein Polizist, der Sie meist gleich anhält.

Unser Rat: Wenn Sie sich zu Unrecht beschuldigt fühlen, machen Sie keine Angaben und fechten Sie den Bußgeldbescheid an. Auch Polizisten machen Fehler und Sie müssen sich nicht wegen einem vergehen bestrafen lassen, das Sie nicht begangen haben.

Wir beraten und vertreten Sie gerne!

Alkohol, Drogen

Aus dem Club oder der Kneipe schnell auf’s Rad und ab nach Hause. Das ist nicht nur gefährlich, es kann auch erhebliche Konsequenzen haben.

Wer fahruntüchtig ist und trotzdem Rad fährt, macht sich strafbar. Anders als beim Autofahren gilt für Radfahrer eine Grenze von 1,6 Promille Blutalkohol. Ab da gelten Sie als fahruntüchtig. Im Einzelfall kann auch schon bei geringeren Werten Fahruntüchtig angenommen werden. Betäubungsmittel wie Cannabis, Kokain oder Amphetamine etc. führen ebenfalls häufig dazu, dass man fahruntüchtig ist.

Am sichersten ist es natürlich, das Rad stehen zu lassen, wenn man etwas getrunken oder gar Drogen zu sich genommen hat.

Wenn doch etwas passiert, ist besondere Vorsicht geboten. Am besten außer den persönlichen Daten keinerlei Angaben machen. Neben Freiheits- oder Geldstrafe können Konsequenzen für den Führerschein drohen.

Wer betrunken oder unter Drogeneinfluss auf dem Rad erwischt wird, sollte am besten sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wir beraten und vertreten Sie gerne!